Mittwoch, 10. August 2011

Selbstportrait

Außenspiegel von einem Tuk-Tuk

Dienstag, 9. August 2011

Mein Zimmer

Ich hab mal ein paar Bilder von meinem neuen Zimmer gemacht. Zur Ausstattung gehören: Ein Deckenventilator, einige Deckenlampen mit warmen Licht, zwei Schreibtische, zwei Betten, zwei Schränke, zwei Stühle und ein Bad mit WC (europäisch) und Dusche. Das ist ein Doppelzimmer der "besseren" Kategorie was man auch stark merkt. Ich habe in der ersten Nacht in einem der preislich attraktiveren Zimmer geschlafen und dachte mir nur, wenn das hier mein Zimmer für die nächsten 5 Monate ist, werde ich mich sehr stark umstellen müssen.
Hier mal ein paar hard facts von meinem alten Zimmer:
  • Gitter am Fenster
  • Blick auf nen dreckigen Hinterhof mit sehr wenig Tageslicht, da das Zimmer im Erdgeschoss war und direkt nebenan ein großes Firmengebäude ist
  • der Boden war so dreckig, dass man dachte jemand hat Kekse verstreut, weil es dauernd knackte und knusperte unter den Füßen
  • das Bett war einfach nur ein Holzrahmen mit Holzboden, also ohne Lattenrost oder dergleichen
  • Bettbezüge waren keine vorhanden
  • die einzige Decke, die in dem Raum war, wurde mir kurz nach meiner Ankunft zum Waschen abgenommen und ich hab keine Neue bekommen
  • an der Decke hing - sie hing wirklich, also nicht festgeschraubt - an einem Kabel eine Neonröhre mit kaltem, flackerndem Licht
  • Überall Spinnenweben und alte verstorbene Mücken und andere Insekten
  • Die Tür erinnerte eher an eine Gefängnistür mit Riegel und Futterluke (da hat nur noch der Wärter gefehlt der Abends um 7 "Einschluss" durch die Gänge ruft und das Essen reinschiebt)
  • Dadurch, dass die Tür einen Lüftungsspalt hatte und das Gitter aber verschwunden war, konnte man von draußen ohne Probleme in mein Zimmer sehen und dadurch, dass die ganze Nacht im Gang das Licht brannte, war es recht hell und ich konnte nur wenig bis garnicht schlafen.
  • Im Spülkasten von der Toilette war kein Wasser, da der Zulauf zugedreht war. Als ich ihn aufgedreht habe, konnte ich zwar spülen aber nach kurzer Zeit stand das Bad knöcheltief unter Wasser, da der Schwimmer nicht funktionierte und der Behälter einfach überfloss. 
  • Den restliche Zustand vom Badezimmer erspare ich euch lieber... :)

Jetzt hab ich ja, wie bereits erwähnt ein "schönes" Zimmer und damit bin ich sehr zufrieden. :)


Also hier mal ein paar Bilder von meinem neuen Zimmer:

Dusche, WC und Abluft

Kleiderschränke

Waschbecken und Spiegel

Bett mit Bettbezug und Decken

Blick aus dem 3. Stock auf die Uni

Zimmertür OHNE Schlitz



Montag, 8. August 2011

Video vom Verkehr

So, hier nun das versprochene Video vom Verkehr in Bangalore. Wenn jemand eine Regelmäßigkeit erkennt, soll er sich doch bitte melden.



Kurioses


Häufig gibt es hier kuriose Dinge zu sehen und man hört sich sehr oft zu sich selbst sagen: "Das ist nicht sein Ernst!" oder "Oh mein Gott!"

Helmersatz bzw. Regenschutz, während einer Regenphase

Man achte auf die "gleichmäßige" Bereifung

Viel Holz ersetzt wenig Metall
Auch sehr häufig zu sehen
Direkt am Flughafen aufgenommen

auch interessant... :)



Stuhltransport   
Holz- und Leiterhandel


Sonntag, 7. August 2011

Indische Tierwelt

Seitdem ich am Campus bin, werde ich regelmäßig frühs um 7 ca. eine Stunde lang von einen sehr konstanten, lauten, nervigem Geräusch geweckt. Erst dachte ich es wäre ein Vogel, aber weit gefehlt. Dieses kleine Tierchen macht einen solchen Krach:


Wie ich mittlerweile erfahren habe, heißt die Mischung aus Vogel, Maus und Eichörnchen in Indien Palm Squirrel. Frei übersetzt dürfte das sowas wie Palmen-Eichhörnchen bedeuten. Sie sind sehr flink und machen einen unheimlichen Krach. Ich hab mal ein Video gemacht, dass ich wiederum nicht hochladen kann, aber ich hab zwei Interessante bei YouTube gefunden:

Einmal die Weckfunktion:






und dann nochmal in Aktion:


Von den Nagern abgesehen, gibt es hier am Campus so etwas wie einen Kleintierzoo: 


eine kleine Echse


Leguan in der Sonne


Als ich gestern Abend in mein Zimmer bin, hab ich einen Mini-Gekko zu Besuch gehabt. Der Kleine war aber sehr fotoscheu und hat sich unter meinen Schrank versteckt...Somit leider kein Bild von ihm.

Samstag, 6. August 2011

Erster Ausflug in die Stadt

Hey Freunde,

heute war ich das erste mal in der Stadt, also von der Busfahrt abgesehen. Es war unglaublich. Alleine die Fahrt im Tuk Tuk (das sind die kleinen dreirädrigen Gefährte) ist eine Erfahrung wert. Nach kleinen Verständigungsproblemen mit dem Fahrer wusste er wo ich hin wollte - zumindest hab ich das gehofft


Hier mal ein paar Bilder vom Verkehr in Bangalore. Ich hab auch ein eindrucksvolles Video gemacht, aber irgendwie ist es mir nicht möglich es hochzuladen. Ich werde am Montag mal ins Data-Center gehen und nachfragen woran das liegt.

Dieses Bild sieht man sehr sehr oft hier. Meistens sind nur zwei Personen auf einem Motorrad, aber ich habe auch mal 5 Leute zusammen fahren sehen. Unglaublich! Helme sieht man wenig und Sicherheitskleidung garnicht. Entweder ist es den Indern egal, oder sie vertrauen auf höhere Macht: So gut wie jedes Fahrzeug hat einen kleinen Altar mit dem die bevorzugte Gottheit verehrt wird.






Auf oder im Auto, überall sind Blumen, Bilder, Figuren und Ketten zu finden. Hier kommt der Hinduismus richtig stark zur Geltung. In Deutschland würde man niemanden sehen, der sich ein Kreuz auf die Motorhaube malt. :)










Kleiner Altar in einem Bus...
 
und noch ein Bild von wem auch immer...









Nach ca. einer halben Stunde hab ich das Einkaufszentrum erreicht und war total überrascht. Bevor man die Mall betreten darf, muss man erst seinen Rucksack durchsuchen lassen und durch einen Metalldetektor gehen. An jeder Ecke und in jedem Geschäft sind Sicherheitsleute die alles genau beobachten. Falls man einen Rucksack dabei hat, muss man ihn am Eingang eines jeden Geschäfts abgeben und bekommt ihn selbstverständlich wieder, wenn man es wieder verlässt. Das ist am Anfang etwas ungewöhnlich, aber nach dem dritten Geschäft gibt man den Rucksack schon von alleine ab. :)


Das Einkaufszentrum an sich erinnert sehr stark an Europa und Deutschland. Esprit, Levis, Subway, City-Bank und viel weitere bekannte Marken sind hier vertreten. Ich hatte das Gefühl, dass in dieser Mall überwiegend die indische Oberschicht einkauft. Die meisten Inder waren hier sehr ausgelassen und schick angezogen, spielten auf ihren Smartphones herum und kauften in teuren Geschäften ein. Die Preise sind nicht viel anders als bei uns: Eine Levis-Jeans kostet hier um die 60€, ein Mac-Book-Pro 1200€ und einen hochwertiger Sari gibt es erst ab 80€. Im Bezug auf das Durchschnittseinkommen eines Inders ist das verdammt viel. Es ist, als ob man mit dem Betreten in ein anderes, reiches, ziemlich westliches Indien kommt. Mit dem Indien, dass man vor der Tür erlebt, hat das alles nichts zu tun.

Überschwemmung auf der Haupstraße durch Bangalore

Monsungeschädigt :)

Auf dem Rückweg zur Uni musste ich voll "...durch den Monsun, hinter die Welt,
ans Ende der Zeit, bis kein Regen mehr fällt..." laufen bzw. fahren. Das tolle in Bangalore ist, dass man sofort ein Tuk-Tuk zu Stelle hat und man günstig von einem Ort zum Anderen kommen kann. Sehr praktisch. Die Regenfälle dauern nicht sehr lange, nach einer Stunde ist es meisten wieder vorbei und die Sonne kommt wieder raus. Nicht so in meinem Fall, es hat geregnet bis ich in meinem Zimmer war und zwar richtig dicker Sommerregen. Eigentlich war es ganz nett, so ne kleine Abkühlung zu bekommen. Weniger schön waren die teilweise einen halben Meter tiefen Wasserpfützen auf der Straße durch die man durchfahren musste und zusehen musste als die braune Brühe langsam auf Fußhöhe heranschwappte. :)

Alles in allem hab ich erfolgreich eine DVD für 6€ (in Deutschland hätte sie 16€ gekostet), Klopapier, Wasser und indische, scharfe Nüsse gekauft.

Danach bin ich erstmal in die Dusche... 

Ich könnte hier noch Zeilen ohne Ende schreiben, aber ich will euch ja nicht langweilen und auch noch was erzählen, wenn ich wieder in Deutscheland bin. :)


Freitag, 5. August 2011

Ich bin in Indien

OMG, ich bin in Indien.

gestern um 9:15 Uhr indischer Zeit, bei euch war es 5:45 Uhr, bin ich in Indien angekommen. Seit knapp 24 Stunden war ich auf den Beinen und bin tausende von Kilometern geflogen. Der Jetlag haut übel rein, ich bin froh, dass ich gestern noch die Uni gefunden habe.
Der erste Eindruck von Indien ist einfach nur: Oh mein Gott! Sofort kam mir der Werbespruch "Incredible India" in den Sinn. Incredible heißt in dem Sinn nicht unglaublich im Sinne von "Ach, das ist ja traumhaft schön hier" sondern eher "Oh mein Gott, wie kann das alles nur funktionieren?"
Am Flughafen ist es eher noch ruhig und eher untypisch indisch, aber als ich dann in den Bus stieg und durch die Stadt gefahren bin, konnte ich mich nicht vor unglaublichen Eindrücken retten: Auf der einen Seite die totale Armut mit Wellblechhütten oder einsturzgefährdete Garagen die als Geschäft dienen und jede Menge Müllberge drum rum und auf der anderen Seite Glaspaläste, Einkaufszentren, prunkvolle Firmensitze und Villen. Der Verkehr ist einfach nur Wahnsinn, es scheint keine einzige Regel zu geben, oder zumindest hällt sich niemand daran. Erst sind es 3 Spuren nebeneinander in eine Richtung und plötzlich kommt auf der mittleren Spur Gegenverkehr entgegen, jeder hupt um auf sich aufmerksam zu machen und möglichst schnell voranzukommen, im nächsten Moment fährt zwischen dem Bus und einem anderen LKW, bei einem Abstand von ca. 1M, bei voller Fahrt ein Moped durch, hupt nur kurz und fährt weiter. An der nächsten Ampel kommen kleine Kinder und wollen Früchte verkaufen und alle 100 Meter steht ne Kuh am Straßenrand. Das krasseste ist, dass es allen egal ist, bzw. wie normal es für die Einheimischen ist, wie hier alles vor sich geht. Ich dachte mir so oft, "Oh, jetzt knallts gleich" und es hat auch nur eine Hand breit gefehlt, aber das scheint hier alles so gewollt.

Nachdem ich diese Fahrt (3 Stunden) vom Flughafen hinter mir hatte, bin ich erstmal in mein Zimmer und dort ins Bett gefallen. Ich war total fertig, überreizt und übermüdet.

Hier mal ein paar Bilder um euch einen kleinen, aber wirklich nur kleinen Eindruck zu geben.





Mittwoch, 3. August 2011

Tag vor der Abreise

So Freunde,

heute ist der Tag vor der Abreise und ich bin die "Coolness" in Person und war den ganzen Tag am See chillen und schlafen! :)

So hätte ich mir das gewünscht. Stattdessen hab ich meinen Koffer gepackt (5 mal) und bin im Kopf 100 mal durchgegangen, was ich denn alles brauche auf dem anderen Planeten, äh, in dem anderen Land natürlich. Zahnbürste und Badehose waren natürlich schnell auf der Liste, aber damit alleine kann man nicht all zu lange in Indien leben. Oder vielleicht doch? Wir werden sehen...
Die Aufregung ist natürlich auch immer stärker geworden und gipfelt gerade in einer Mischung aus Freude, Panik und Heißhunger auf Schokolade. Momentan überwiegt (wieder) die Freude endlich die Planungsphase hinter mir zu lassen und endlich loszufliegen.

Meine Kamera ist aufgeladen, geputzt und fertig für die Dokumentation des Abenteuers.
Bilder beschreiben immernoch am schönsten das Erlebte und deshalb versuche ich euch mit Bilder auf dem Laufenden zu halten. Also, hier ist das Erste! :)

Bei Flying Emirates sind 30KG Gepäck erlaubt und schaut mal wie gut ich das getroffen habe:


Dienstag, 19. Juli 2011

Dienstag, 7. Juni 2011

Visum ist da!

Hi *,

gestern ist mein Visum gekommen. Sieht ganz schick aus! ;)
Damit fehlt mir nur noch die Liste mit den Kursen die ich dort besuchen möchte!